NMP 22 ein neuer Proteomics Tumormarker für die Diagnose des Blasenkrebs
Blasenkrebs – ‚the quiet cancer’ – kann 10 bis 20 Jahre ohne Symptome und Beschwerden gleichsam ‚lautlos’ vorhanden sein und plötzlich ausbrechen. Eine spezifische Vorsorgeuntersuchung und Früherkennung sind für die rechtzeitige Behandlung und das Überleben von entscheidender Bedeutung. Sichtbares Blut (Makrohämaturie) im Urin ist das häufigste Primärsyndrom eines Blasentumors. Jede schmerzlose Hämaturie, auch wenn sie nur ein einziges Mal auftritt, ist ein ausgeprägtes Indiz für einen Tumor. Gefährdete Gruppen sind Raucher, Arbeiter in chemischen Betrieben und Patienten mit lang andauernder Schmerzmittelmedikation. Die krebsauslösenden Stoffe können über die Haut oder mit der Atemluft aufgenommen und über den Urin wieder ausgeschieden werden. Chronische Entzündungen der Blase und Harnabflusstörungen begünstigen ebenfalls die Entstehung von Blasentumoren. Für die frühzeitige Selektion von Patienten mit möglichem Blasenkarzinom steht jetzt auch ein einfach durchzuführender, nicht-invasiver, sensitiver Urintest zur Verfügung, den wir in der Diagnostik jederzeit einsetzen können. Mit dem NMP 22 Test kann das bei Krebsleiden der Harnblase in dem Urin freigesetzte nukleäre Matrixprotein 22 in einer Urinprobe gemessen werden. Damit sind mit dem NMP 22 Test bereits in sehr frühem Stadium Karzinome nachweisbar. Blasenkrebs kann mit diesem Urintest in bis zu 80% der Fälle erkannt werden. Die Spezifität liegt bei über 90%. Trotzdem muss zur endgültigen Diagnosesicherung und zur Entscheidung des weiteren Vorgehens eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) erfolgen.
HEXVIX Fluoreszenz-Zystoskopie in Kombination mit der transurethralen Resektion (Video-TURB)
Entwickelt zur besseren Detektion von Blasenkrebs, insbesondere schlecht sichtbarer Vorstufen (Carcinoma in situ), kann die HEXVIX Zystoskopie Läsionen nachweisen, die mit der Standard-Weißlicht-Zystoskopie allein unter Umständen nicht gesehen werden. Nach der Instillation wird HEXVIX in ein photoaktives Porphyrin umgewandelt, welches sich selektiv in rasch vermehrenden Zellen (z.B. Tumoren) anreichert. Unter Blaulicht fluoreszieren diese Zellen rot. Dieses Phänomen lässt Tumorveränderungen in der Blase aufleuchten und gezielter entfernen als bei der herkömlichen Weißlicht Resektion. Dank der damit besseren Erkennung und Behandlung von Blasentumoren kann eine erneute TURB (transurethralen Resektion der Blase) seltener nötig sein oder sich gänzlich erübrigen. Bei den bisherigen Studien konnten, verglichen mit der normalen Weißlichtzytoskopie 30% mehr Patienten mit Blasenkarzinom entdeckt werden und 67% mehr Patienten mit Carcinom in situ Läsionen. Wir wenden im Rotkreuzklinikum diese Technik seit Anfang 2007 an.
Blasenkrebs – ‚the quiet cancer’ – kann 10 bis 20 Jahre ohne Symptome und Beschwerden gleichsam ‚lautlos’ vorhanden sein und plötzlich ausbrechen. Eine spezifische Vorsorgeuntersuchung und Früherkennung sind für die rechtzeitige Behandlung und das Überleben von entscheidender Bedeutung. Sichtbares Blut (Makrohämaturie) im Urin ist das häufigste Primärsyndrom eines Blasentumors. Jede schmerzlose Hämaturie, auch wenn sie nur ein einziges Mal auftritt, ist ein ausgeprägtes Indiz für einen Tumor. Gefährdete Gruppen sind Raucher, Arbeiter in chemischen Betrieben und Patienten mit lang andauernder Schmerzmittelmedikation. Die krebsauslösenden Stoffe können über die Haut oder mit der Atemluft aufgenommen und über den Urin wieder ausgeschieden werden. Chronische Entzündungen der Blase und Harnabflusstörungen begünstigen ebenfalls die Entstehung von Blasentumoren. Für die frühzeitige Selektion von Patienten mit möglichem Blasenkarzinom steht jetzt auch ein einfach durchzuführender, nicht-invasiver, sensitiver Urintest zur Verfügung, den wir in der Diagnostik jederzeit einsetzen können. Mit dem NMP 22 Test kann das bei Krebsleiden der Harnblase in dem Urin freigesetzte nukleäre Matrixprotein 22 in einer Urinprobe gemessen werden. Damit sind mit dem NMP 22 Test bereits in sehr frühem Stadium Karzinome nachweisbar. Blasenkrebs kann mit diesem Urintest in bis zu 80% der Fälle erkannt werden. Die Spezifität liegt bei über 90%. Trotzdem muss zur endgültigen Diagnosesicherung und zur Entscheidung des weiteren Vorgehens eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) erfolgen.
HEXVIX Fluoreszenz-Zystoskopie in Kombination mit der transurethralen Resektion (Video-TURB)
Entwickelt zur besseren Detektion von Blasenkrebs, insbesondere schlecht sichtbarer Vorstufen (Carcinoma in situ), kann die HEXVIX Zystoskopie Läsionen nachweisen, die mit der Standard-Weißlicht-Zystoskopie allein unter Umständen nicht gesehen werden. Nach der Instillation wird HEXVIX in ein photoaktives Porphyrin umgewandelt, welches sich selektiv in rasch vermehrenden Zellen (z.B. Tumoren) anreichert. Unter Blaulicht fluoreszieren diese Zellen rot. Dieses Phänomen lässt Tumorveränderungen in der Blase aufleuchten und gezielter entfernen als bei der herkömlichen Weißlicht Resektion. Dank der damit besseren Erkennung und Behandlung von Blasentumoren kann eine erneute TURB (transurethralen Resektion der Blase) seltener nötig sein oder sich gänzlich erübrigen. Bei den bisherigen Studien konnten, verglichen mit der normalen Weißlichtzytoskopie 30% mehr Patienten mit Blasenkarzinom entdeckt werden und 67% mehr Patienten mit Carcinom in situ Läsionen. Wir wenden im Rotkreuzklinikum diese Technik seit Anfang 2007 an.

