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Neben den bisherigen Möglichkeiten der ProAct Implantation hat sich ein neues Verfahren etabliert, dass sich sowohl in den USA als auch in der EU durchsetzt. Dieses Verfahren, die Implantation einer sogenannten Argusschlinge wird bei den Patienten angewendet, bei denen die Schädigung des Schliessmuskels für den weniger invasiven ProAct Eingriff zu gravierend ist. Hierbei wird, anders als bei dem TVT- (tension-free-vaginal-tape) oder dem TOT-Band (tension-free-obturator-tape) ein Schlingensystem verwendet, das nach der Operation nachgezogen werden kann und damit die Möglichkeit eröffnet, an die jeweiligen Inkontinenzverhältnisse (auch bei neurogener Inkontinenz oder nach anderen Inkontinenz-eingriffen) angepasst zu werden.

Der Aufbau der Schlinge unterscheidet sich dadurch, dass sie über eine Art Silikonkissen verfügt, welches um die Harnröhre zu liegen kommt, sowie Silikonstränge, die multiple Konussegmente enthalten, über die eine Justierung rechts und links hinter der Symphyse und der darunter liegenden Rektusfaszie möglich ist.

Mit dem Einbringen der Argusschlinge steht uns ein minimal invasives, sicheres und schonendes Verfahren zur Verfügung, um auch Patienten mit stark geschädigtem Sphinkter zur Kontinenz zu verhelfen.